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Mittwoch, 21. März 2012

Punakaiki, Franz-Josef Gletscher, Fox Gletscher

Gillespies Beach
Der schöne vorherige Tag wurde von einem noch Schöneren gefolgt. Wolkenloser Himmel begrüßte uns und wir setzten unseren Weg entlang unbeschreiblich wilder Küsten zu den Pancake Rocks bei Punakaiki fort. Die Pancake Rocks sind Felsen im Meer, die wegen ihrer Erscheinung als gestapelte Pancakes, ihren Namen tragen. Einst hatten sich Kalt-Sedimente in Schichten am Meeregrund abgelagert und sind durch den sinkenden Meeresspiegel meterhoch über die Meeresoberfläche getreten. 


Pancake-Rocks
Blowhole-Regenbogen
Dort haben der stürmische Wind und die gigantischen Wellen an dieser Küste den Kalk so abgetragen, dass die Felsen ihre heutige Form erhielten. Nach und nach wird sich der unstabile Kalk wieder zurück in die Weiten des Meeres auflösen. Noch konnten uns die Naturwunder aber noch ein erstaunlichen Morgen schenken. Geht
Pancake-Rocks
ein ordentlicher Wind mit folglichen Riesenwellen kann man an diesem Ort wirklich die Gewalt und die Schönheit der Natur erleben. Im Laufe der Jahre bildeten sich Unterspühlungen und Höhlen im Kalkstein sowie daraus resultierende Öffnungen nach oben, die sogenannten Blowholes. Bei entsprechendem Wellengang prellen gewaltige Wassermengen durch die Öffnungen und erzeugen durch die hochaufspritzende Gischt perfekte Regenbögen. Der Gegensatz der des mächtigen Wasser und des zarten Regenbogens
Franz-Josef-Gletscher
Fox-Gletscher
war ein unbeschreiblich beeindruckendes Naturschauspiel, das mit der goldenen Morgensonne einherging. Am Horizont bildete sich bereits unser nächstes Ziel ab: Die Gletscher in den Südalpen im Aoraki National Park. Aufgeregt über das sensationelle Wetter für einen Tag in den Alpen, fuhren wir ohne
Spiegelung des Fox-Gletschers
Unterbrechung in Richtung Franz-Josef und Fox Gletscher. Die beiden Gletscher zählen in Neuseeland zu den Hauptattraktionen und haben auch einen guten Grund dazu. Als mit Abstand die größten Eisfelder der Region reichen sie weit bis in die Regenwaldzone hinein und sind umgeben von Palmen und dichter grüner Vegetation. Möglich macht dies die besondere Lage ihrer Akkumulationsgebiete, die, durch die ergiebigen Schneefallmengen, aus einem riesigen, zusammenhängenden Eisfeld bestehen. Nur
Mt. Tasman mit Fox-Gletscher
wenige Kilometer vom Ozean entfernt, können die riesigen Eisfelder nur wegen ihrer immensen Höhe und dem kalten Klima bestehen, das bedingt wird durch kalte und feuchte Winde vom Ozean. Mit 15 sonnigen Tagen im Jahr, hatten wir das Glück, einen solchen erwischt zu haben. Keine Wolke störte den Blick auf die Eiswunder, die vor allem Sebastian wieder ins Staunen versetzten. Wegen der horrenden Preise entschieden wir uns gegen eine Tour auf den Gletscher und gingen so den regulären Weg zur Gletscherzunge. Einige Kilometer von den Gletschern entfernt, besuchten wir noch einen
Spiegelung im Lake Matheson
Aussichtspunkt, von dem aus man die ganze Bergkette mit dem Mt. Cook (3754 m), dem höchsten Berg Neuseelands, betrachten konnte. Nach den Pancake Rocks, dem Franz-Josef Gletscher und dem Fox Gletscher war dies bereits die vierte Attraktion des Tages gewesen. Doch zu einer weiteren mussten sich unsere müden Füße noch schleppen. An einem windlosen Tag, wie wir ihn zu allem Glück noch dazu geschenkt bekamen, liegt der Lake Matheson optimal, damit sich die ganze Front der schneebedeckten Alpen im See spiegeln kann. Ein grenzenlos perfektes Bild. Man hörte nur noch das Knipsen
Spiegelung im Lake Matheson
der Kameras an diesem stillen Ort. Als die untergehende Sonne dann die Schneegipfel langsam in rotes Licht tauchte und der Abendstern sich am Himmel zeigte, beendeten wir den attraktionsreichen Tag. Unser Schlafort für diese Nacht war der Campingplatz am Gillespies Beach, dessen Besonderheit wir am nächsten Morgen erkundeten. Hier war der Blick vom stürmischen Meer auf die Alpenkette unverdeckt. Ein toller Kontrast: Schneeberge und Meer. Super! Auch dieser Tag begann wieder wolkenlos, womit wir den zweiten der 15 sonnigen Tage erwischt hatten und machten uns auf den Weg weiter in Richtung Fjordland.
Panorama am Gillespies Beach


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